Capsule Wardrobe - Effektivität im Kleiderschrank


 Wir leben in einer Zeit des Überflusses, die Mode ist so schnell lebig das sie sich fast selbst überholt, über die widrigen Produktionsbedinungen will ich gar nicht erst anfangen. Meiner Meinung nach kann man dem am besten mit einem gut durch dachten Kleiderschrank entgegen wirken.

Das Zauberwort heißt Capsule Wardrobe

Qualität statt Quantität oder besser Klasse statt Masse, doch was ist dieses Capsule Wardrobe eigentlich? Genau genommen wird die Garderobe geplant, so das man mit möglichst wenigen Teilen viele Kombinationen erreicht.

 
Viele glauben das eine Capsule Wardrobe nur aus Basics Teilen besteht, das kann man so machen, muss man aber nicht. Viel mehr sollte eine gute Grundgardrobe aus unterschiedlichen Teilen bestehen, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. So ist ein It-Piece der Hingucker, ein Auffälliges Stück sollte man dann eher mit schlichten zurückhaltenden Teilen kombinieren, das mit das It-Piece die Aufmerksamkeit bekommt die es verdient. Ein Key-Piece sollte ein getuntes Basic sein, gut kombinierbar dennoch sollte der eigene Stil deutlich erkennbar sein. Das Basic Teil ist der Allrounder und verbindet alles mit einander ohne aufdringlich zu sein, ein gutes Basic Stück bleibt dezent im Hintergrund. Diese drei Kategorien gestalten eine Capsule Wardrobe interessant und vielfältig.

 

Jetzt fragen sich sicherlich einige welche Vorteile einem diese Art von System bringen soll, nun zum einem spart man Zeit und zum anderen spart man Geld. Früher stand ich endlos lange vor Kleiderschrank, überlegte was zusammen passt um letztlich doch immer wieder zu altbewährten zu greifen. Sachen mit einem gewissen Komfort, in denen man sich wohl sowie auch sicher fühlt, doch das führt unweigerlich dazu das sich Schrankleichen ansammeln. 

Das einsame Leben der Schrankleichen

Teile die man zwar schön findet, sonst hätte man sie ja nicht gekauft, doch irgendwie haben diese Teile ein Manko, manchmal ist es die Passform, mal ist es die Farbe die man zwar super schön findet, einem aber nicht steht. Mir passiert es auch gern mal das ich mich von irgendwelchen Trends, oder noch tückischer, von Social Media Accounts zu etwas verleiten lasse. Es kommt auch vor, das man ein Stück hat, wo Passform und Farbe ein Traum sind, das Material jedoch nicht das hält was es verspricht ( das passiert gern bei fiesen Kunststofffasern die sich aufladen *brizzzl*)




Um all diesen unnötigen Fehlkäufen zu entgehen, habe ich mich entschieden meine Garderobe sorgsamer zu planen. Zu erst überlegte ich welche Farben ich gerne trage, die nicht immer die selben Farben sind wie zum Beispiel meine Lieblingsfarben. Hilfreich hierfür ist es mal zwei Wochen lang jeden Tag ein Outfit Selfie zu machen, notiert euch auch gern eure Stimmung dazu, schaut diese Foto dann genau an, ihr könnt daran bestimmt schon ein sich wiederholdendes Farbschema erkennen.

Die Qual der Wahl der Farben

In meinem Fall war das schnell ersichtlich, der ersten Griffe waren immer zu den klassischen Nicht-Farben Schwarz und Weiß, sowie die Mischung von beidem das allseits beliebte Grau mit all seinen herrlichen Nuancen. Damit es nicht fade und langweilig wird, musste ein peppiger Kontrast her in Form eines satten Rot sowie einem leuchtenden Gelb. Meine Empfehlung ist nicht mehr als 5 Farben zu wählen, wovon drei Basis und zwei Komplementär Farben. sein sollten, das vereinfacht die Sache für den Anfang ungemein.

Doch die richtigen Farben allein reichen nicht aus um sich den Traum vom perfekten Kleiderschrank zu erfüllen. Allen voran braucht es vor allen Dingen die richtige Passform, der Schnitt in dem man sich wohl fühlt unabhängig von der gängigen Mode, denn was nützt einem der tollste Trend wenn er einem partout nicht steht. 


Im nächsten Teil geht es dann um das finden von Stil und Paßform




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